Warum Ihr WLAN nicht funktioniert Und was Sie selbst dagegen tun können

Wir kennen es alle leider nur zu gut: Unzählige erfolglose Verbindungsversuche mit dem WLAN, lange Ladezeiten, das „Kleben“ am Modem wegen geringer Reichweite, oder das Herumfuchteln mit Geräten in der Luft, in der Hoffnung irgendwie doch noch eine Verbindung zustande zu bekommen. Lag dies in der Frühphase des WLANs noch an der mangelnden technischen Entwicklung, geringen Datenübertragungsraten und oft ungünstigen Gerätedesigns, sind es heute hauptsächlich überlastete Funkkanäle, die ähnliche Probleme mit der WLAN-Verbindung hervorrufen.

Überfüllte WLAN-Kanäle und die Grenzen einer Technologie

Der am häufigsten genutzte Frequenzbereich für WLAN-Übertragung ist das 2,4 GHz Band, das sich durch eine einfach zugängliche Technologie, Störungsresistenz und gute Reichweite auszeichnet. Bedingt durch die standardisierte Kanalbreite in diesem Frequenzbereich stehen allerdings nur 3 Kanäle zur Verfügung, deren Funkbereich sich nicht überlappt. Deswegen sind die meisten Modems automatisch auf einen dieser Kanäle eingestellt. Durch eine große Anzahl WLAN-fähiger Geräte, die auf dem gleichen Kanal senden, kommt es zu einer Überlastung und der Datentransfer gerät ins Stocken.

Die Praxistauglichkeit der guten Ratschläge

Wenn das WLAN nicht wie gewünscht funktioniert, kennen die Betroffenen die Ratschläge nur zu gut: LAN-Kabel benutzen oder den Modemstandort ändern oder überhaupt durch Zusatzgeräte wie WLAN-Verstärker den Empfangsbereich erweitern. Natürlich steckt in diesen Ratschlägen die jahrelange Erfahrung der ISPs, diese trifft aber zugleich auf einen veränderten Alltag. Einige Geräte lassen sich grundsätzlich nicht via Kabel verbinden, oder bauliche Gegebenheiten sorgen für Einschränkungen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor darf ebenfalls nicht vergessen werden: Viele Kunden möchten auf die Bequemlichkeit, die Ihnen WLAN bietet, nicht verzichten.

Eine ausgewogenere Nutzung der WLAN-Kanäle

Wenn die bewährten Ratschläge nicht mehr weiterhelfen, muss der Kern der Sache getroffen werden: Die überlasteten WLAN-Kanäle. Dazu ist eine gleichmäßigere Verteilung des Datentransfers auf die verfügbaren Funkkanäle notwendig. Mit einigen technischen Ambitionen mag es zwar für viele von uns möglich sein den WLAN-Kanal auf dem Modem umzustellen, das hilft aber nicht den optimalen Kanal zu finden. Es bleibt also nur, mühsam über „Trial and Error“ herauszufinden, ob eine Verbesserung der WLAN-Verbindung nach der Umstellung auf einen anderen Kanal eintritt. Zudem kann sich die Auslastung der Kanäle auch jederzeit durch ein zusätzlich in Betrieb genommenes Gerät in der Umgebung ändern.

Den besten WLAN-Kanal finden und nutzen

Ein dauerhafter Lösungsansatz kann also nur darin bestehen, eine einfache Möglichkeit anzubieten, die momentane Auslastung der einzelnen Kanäle einzusehen und das Modem im Anschluss automatisch umzustellen. Ein von uns entwickelter Algorithmus stützt sich hauptsächlich auf drei Parameter: Die jeweilige Auslastung eines bestimmten Kanals (wie viele Geräte ebenfalls in der Umgebung auf diesem Kanal senden), die oben erwähnte Überlappung der Kanäle und die Signalstärke der anderen Sender. Anhand dieser Größen wird für den jeweiligen Nutzer eine bessere WLAN-Verbindung berechnet und ermöglicht störungsfreies, kabelloses Surfen.

Das von uns entwickelte WLAN Optimierungs-Tool analysiert die WLAN-Umgebung des Anwenders, kalkuliert den optimalen Kanal und stellt unterstützte Modems automatisch auf den neuen Kanal um – der Anwender kann die Optimierung also selbst durchführen und muss nicht mehr zusätzlich nachfragen. Wenn ein Raum nicht genügt, können über die Mehrraumanalyse sogar unterschiedliche Standorte verglichen werden. Dafür genügen jeweils wenige Klicks, technische Vorkenntnisse werden nicht benötigt. In der WLAN-Expertenansicht werden zusätzlich die Bedürfnisse für erfahrene Anwender abgedeckt: Eine übersichtliche Auflistung sämtlicher Netzwerke und die Auslastung einzelner Kanäle erlaubt eine tiefergehende Beurteilung der WLAN-Umgebung. Welche Optimierungen haben Sie bereits in Ihrem Heimnetzwerk vorgenommen und welche Erfahrungen haben Sie damit gesammelt?

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